Literatur & Jazz

Jazz O’Mania — das neue Buch von Wolfgang Zöll

Gegen Ende der fünfziger Jahre kam nach den großen Metropolen auch im Vordertaunus und in ländlichen Regionen der Durchbruch für den Jazz. Es gründeten sich Bands und Clubs, es wurden kleine Festivals veranstaltet und die Szene kam in Schwung. In den sechziger Jahren gab es dann die ersten Auslandskontakte der Musiker, es begannen die Besuche in den Partnerstädten und die großen Konzertreihen im Kurhaus Bad Homburg, in der Stadthall Oberursel, im Rathausgarten Kronberg, in den Clubs wie im Garniers Keller Friedrichsdorf oder im Rezeptur Keller Kronberg. Beim Laternenfest, Altstadtfest, Burgfest, Brunnenfest: Überall wurde Jazz gespielt. Das Buch erinnert mit zahlreichen Fotos und seinem einfühlsamen Text an diese große Zeit des Jazz.
Hier gibt es mehr Infos: Jazz O’Mania Ankündigung

Das Buch ist erhältlich bei:

Tourist Info- und Service der Kur- und Kongress GmbH
Kurhaus | Louisenstrasse 58 | 61348 Bad Homburg

Homburger Bücherstube
Haingasse 16 | 61348 Bad Homburg

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Der Ghetto Swinger – Eine Jazzlegende erzählt

Lesung aus dem Buch von Coco Schumann zum Holocaust-Gedenken:
Doris Zysas
Musik: Powerhouse Swingtett

„Ich bin Musiker. Ein Musiker, der im KZ gesessen hat, kein KZler, der die Musik macht. Ich habe viel zu sagen. Die Richtung ist klar: Back to the roots, in jene Welt, in der meine Seele zu Hause ist, in den Swing. Wer den Swing in sich hat, ob er im Saal steht oder auf der Bühne, kann nicht mehr im Gleichschritt marschieren.“

Coco Schumann wurde 1924 in Berlin geboren, entdeckt mit dreizehn Jahren Swing und Jazz für sich. Wegen seiner Herkunft wurde er nach Theresienstadt, Auschwitz und Dachau deportiert. In Theresienstadt wird er Mitglied einer der besten Jazz-Combos des Dritten Reichs, den „Ghetto-Swingers“. Nach dem Krieg lebte Coco Schumann in Australien, trat erfolgreich in verschiedenen Ländern auf. Heute lebt er in Berlin. Er ist einer der besten deutschen Jazz-Gitarristen. Bis Ende der achtziger Jahre hat er über sein Schicksal nicht gesprochen.

In dem Buch „Der Ghetto-Swinger“ wird seine Geschichte zum ersten Mal erzählt. Zu der Lesung von Doris Zysas spielt das Powerhouse Swingtett die Stücke, die Schumann in seinem Buch beschreibt, in einfühlsamer Weise nach.

„Duke Ellington – Genius des Jazz“

Lesung aus der Ellington Biographie von James Lincoln Collier durch Doris Zysas mit Musikinterpretationen des POWERHOUSE SWINGTETTDuke Ellington war eine herausragende Größe des Jazz der 1920er bis zu den 1960er Jahren mit einem bis heute nicht hoch genug einzuschätzenden Einfluss. Man zählt ihn zu den größten amerikanischen Komponisten. Zu seinen zahlreichen Erfolgen zählen: Take The ‚A’ Train, It Don’t Mean a Thing, Mood Indigo, Caravan, Don’t Get Arround Much Anymore, Perdido oder Sophisticated Lady. In den 1920er und 1930er Jahren entstanden sie häufig in Zusammenarbeit mit Irving Mills, ab Ende der 1930er Jahre mit Billy Strayhorn. Viele seiner Werke schrieb Ellington für einzelne Musiker seines Orchesters. Dabei setzte er deren individuelle Talente gezielt für den Klang seiner Musik ein. Dazu zählten Johnny Hodges, Bubber Miley, Cootie Williams, Joe „Tricky Sam“ Nanton, Barney Bigard, Ben Webster, Harry Carney, Sonny Greer, Otto Hardwick und Wellman Braud. Zu den bekanntesten dieser Kompositionen zählt das 1940 aufgenommene Concerto for Cootie.Einige Musiker wie Jimmy Blanton und Ben Webster gaben dem Jazz selbst während der kurzen Zeit, die sie mit Ellington spielten, weitreichende Impulse, viele Musiker wie Johnny Hodges, Barney Bigard und Otto Hardwick gehörten Jahrzehnte zu seinem Ensemble und erlebten in dieser Zeit ihre künstlerischen Höhepunkte. In seinem Buch „Duke Ellington – Genius des Jazz“ beschreibt der Biograph James Lincoln Collier Ellingtons Entwicklung als Musiker von den frühen Tagen im Hollywood Inn über den Durchbruch 1927 im neuen rassengemischten Cotton Club bis zur weltweiten Anerkennung und den Tourneen in alle Erdteile, die bis zu seinem Tod 1974 andauerten.Die Schauspielerin Doris Zysas wird aus der Ellington Biographie von James Lincoln Collier lesen. Das Powerhouse Swingtett interpretiert die Stücke des Komponisten und wird erklärende Kommentare dazu geben.

„Really the Blues – Eine Jugend 1927 – 1948“

Lesung aus dem Buch von Julius Becke. Es liest der Autor
Musik: Powerhouse Swingtett
Der in Bad Homburg lebende Autor Julius Becke, geboren 1927, erzählt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend in Leipzig, im Kriegseinsatz und in der Gefangenschaft. Beckes Jugend im bürgerlichen Umfeld der 30er Jahre ist geprägt vom Leben im Nationalsozialismus; der Blues wird zum Freiraum abseits von HJ und Volksgemeinschaft.

Unverwechselbar wird dieses Buch durch die Erzählkunst des Autors, dessen spröde Prosa die autobiographischen Mosaiksteine zur Geschichte einer Generation zu verbinden weiß. Das Powerhouse Swingtett begleitet die Lesung des Autors mit Stücken von Duke Ellington, Louis Armstrong und anderen Musikern aus jener Zeit.


„Buddy Bolden’s Blues“

Lesung aus dem Buch von Michael Ondatje: Doris Zysas
Musik Powerhouse Swingtett
In seinem biographischen Roman „Buddy Bolden’s Blues“ beschreibt Michael Ondatje – Autor des Buches „Der englische Patient“ – in phantasievoller Weise das Leben des legendären Trompeters Buddy Bolden, der um die Jahrhundertwende in New Orleans lebte und der den alten Musikern aus jener Stadt zum Teil als musikalischen Vorbild, jedenfalls aber als einer der Väter des Jazz galt.  In ihrer Lesung aus diesem Buch lässt Doris Zysas die Bilder der Jahrhundertwende aus der Stadt am Mississippi in den Texten des Autors aufleuchten.  Das Powerhouse Swingtett vertieft das Stimmungsbild durch die ihm eigene Präsentation der dazugehörigen Musiktitel aus New Olrleans.